Glykogen ist eine Speicherform von Kohlenhydraten. Diese Speicherung findet sowohl in der Muskulatur als auch in der Leber statt. Als Sportler ist die Speicherung in der Leber erst einmal als sekundär zu betrachten, viel wichtiger ist die Funktion des Glykogenspeichers in der Muskulatur.

Welche Funktion hat der Glykogenspeicher?

Der Speicher von Glykogen in der Muskulatur hat die Funktion Energie und damit entsprechend Leistung bereitzustellen. In der Muskualtur wird Glykogen gespeichert und bei einer Belastung abgerufen und verbraucht. Ein voller Glykogenspeicher ermöglicht somit ein energiereiches (anspruchsvolles) Training, ein leerer Glykogenspeicher hingegen sorgt für genau das gegenteilige.

Glykogenspeicher im Bezug auf den Muskelaufbau

Vor einem intensiven Krafttraining sollte der Glykogenspeicher gefüllt sein, um wie oben beschrieben ein energiereiches Training ausführen zu können. Dies bedeutet in der Praxis, dass man vor dem Training eine kohlenhydratreiche Mahlzeit (ca. 2 Stunden vorher) zu sich nehmen sollte.

Auch nach dem Training sollte dem Speicher entsprechende Aufmerksamkeit zuteil kommen. Der Körper reagiert in den ersten vier bis sechs Stunden nach einer körperlichen Belastung sehr sensibel auf Kohlenhydrate. Daher sollte man nach dem Training einige Lebensmittel zu sich nehmen, die einen hohen glykämischen Index (z.B. Banane) besitzen. Dies führt nämlich dazu, dass Insulin ausgeschüttet wird und dadurch können die Muskeln besser Glucose aufnehmen.

Glykogenspeicher im Bezug aufs Abnehmen

Der Mythos besagt, dass wenn man Cardiotraining betreibt, der Glykogenspeicher geleert wird und somit auf die Fettreserven zurückgegriffen wird. Daher wird häufig empfohlen nach dem Krafttraining noch Cardioeinheiten durchzuführen und/oder mit einem geleertem Glykogenspeicher ins Training zu gehen.

Die Betrachtung des Glykogenspeichers im Bezug auf die Gewichtsreduktion ist jedoch grundsätzlich nicht nötig. Der Speicher darf durchaus gefüllt sein, denn dadurch können gute Leistungen im Training erbracht werden und es muss auch nicht zwanghaft versucht werden den Speicher zu leeren. Vielmehr ist am Ende des Tages die negative Kalorienbilanz entscheidend.

Merke: Logischer Ablauf:
Gefüllter Glykogenspeicher = gute Leistungen = hoher Kalorienverbrauch

Sollten Cardioeinheiten zum normalem Krafttraining dem eigenem Willen entsprechen, so sollte man diese idealerweise auf eigene Trainingstage verlegen.