Das Training am Morgen bringt so einige Vorteile mit sich – birgt aber auch Risiken. Was du beim Frühsport beachten musst und wie du Ernährung und Training anpassen solltest, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Morgens trainieren: Das sind die Vorteile

Langer Arbeitstag? Private Verpflichtungen nach Feierabend? Freunde und Familie, die man eigentlich schon viel zu häufig vernachlässigt? All das wird vielen vermutlich bekannt vorkommen. Und wenn man sich dann am Abend noch auf den Weg ins Fitnessstudio machen muss, kommt es früher oder später zwangsläufig zu Überscheidungen bei den Terminen und allgemeinen Komplikationen im Alltag.

Eine mögliche Lösung: Das Training einfach auf den Morgen verschieben! Denn vor der Arbeit, dem Studium oder der Schule hat man nicht nur Zeit für Sport, man kommt in der Regel auch in den Genuss eines relativen leeren Fitnessstudios, das am Abend oftmals völlig überfüllt ist.

Allerdings wirft das Training am Morgen auch einige Fragen auf. Wie ist das zum Beispiel mit dem Frühstück? Sollte man vor dem Sport etwas essen? Oder doch lieber komplett auf das Frühstück verzichten? Und wie kommt man schon in den Morgenstunden so richtig in Fahrt? Diese Fragen möchte ich in Form von 3 wichtigen Tipps für das Training am Morgen beantworten:

Für ausreichend Schlaf sorgen

Wer nur vier oder fünf Stunden geschlafen hat, wird sich am Morgen auch nur schwer für den Gang ins Fitnessstudio motivieren können. Viel zu groß ist die Verlockung, den Wecker einfach auszuschalten und weiterzuschlafen. Deshalb ist ausreichend Schlaf die erste Grundlage für ein effektives Training am Morgen!

Das bedeutet, dass du am Abend dir eine feste Uhrzeit setzen solltest, wann du schlafen möchtest, sodass du auf 7 bis 9 Stunden Schlaf kommst.

Kleines Frühstück einnehmen

Manche können ohne ein Frühstück nicht das Haus verlassen, für andere ist es auch ohne eine frühe Mahlzeit möglich, effektiv zu trainieren. Finde heraus, zu welchem Typ du gehörst! Generell ist es allerdings nicht unbedingt von Vorteil, mit vollem Magen das Training zu beginnen.

Setze also tendenziell eher auf ein kleines Frühstück: Kaffee oder Tee und vielleicht eine Banane – das wars. Nach dem Frühsport kannst du dann eine etwas größere Mahlzeit zu dir nehmen, um deine Glykogenspeicher aufzufüllen und die Muskeln mit Proteinen zu versorgen.

Jeder Mensch ist anders, daher gibt es auch Menschen, die ohne ein ausreichendes Frühstück nicht gut trainieren können. Falls du zu jenen Leuten gehörst, dann solltest du ca. 1 Stunde bis 1 1/2 Std. vor dem Training aufstehen, etwas vorbereitetes frühstücken, Tasche packen, kurz duschen, anziehen und zum Fitnessstudio fahren.

Vor dem Training aufwärmen

Nach dem Schlaf ist unser Körper oftmals noch nicht wirklich auf Betriebstemperatur. Die Muskeln fühlen sich steif und ungelenkig an, das Gewebe wird noch schlecht durchblutet und, und, und. Deshalb solltest du dich beim Training am Morgen besonders gut aufwärmen! Fünf bis zehn Minuten allgemeines Warmup, gefolgt von einem Aufwärmsatz der entsprechenden Übung sollten am Morgen zum Warmup eingeplant werden.

Wenn du schon vor dem Training die Müdigkeit abschütteln möchtest, dann geh direkt nach dem Frühstück kurz warm duschen und mach dich danach auf den Weg ins Fitnessstudio. Die warme Duschen ersetzt jedoch nicht das Aufwärmtraining, sie ist lediglich da, um deinen Kreislauf in Schwung zu bringen.

Zusammenfassung

Wer morgens trainiert, kann mit jeder Menge Energie in den Tag starten und hat einen freien Abend vor sich. In Sachen Ernährung empfiehlt es sich, auf eine kleine Mahlzeit vor und eine größere Mahlzeit nach dem Training zu setzen. Außerdem ist es besonders wichtig, dass man sich vor dem Frühsport aufwärmt und seinem Körper die Chance gibt, sich nach der (hoffentlich langen) Nacht an die ersten Belastungen des Tages zu gewöhnen.